Der Deutsche Startup Monitor 2026

Er ist da! Der Deutsche Startup Monitor 2026 zeigt, wie es um das Startup-Ökosystem steht: was Gründerinnen und Gründer antreibt, wo es hakt und was sich ändern muss. Danke an alle Gründerinnen und Gründer, die mitgemacht haben. Ohne euch gäbe es Deutschlands größte Startup-Studie nicht! Als Meinungsbarometer der Szene bringt der DSM eure Stimmen dahin, wo Entscheidungen fallen: zu Politik, Medien und den zentralen Köpfen des Ökosystems. Jetzt reinlesen, mitreden, weitersagen!

Download DSM 2026

Der Deutsche Startup Monitor (DSM) erscheint jährlich, wurde 2013 zum ersten Mal durchgeführt und ist die umfassendste Studie zur Startup-Landschaft in Deutschland. Er dient Öffentlichkeit und Politik als wichtige Informationsgrundlage und setzt mit den jeweiligen Schwerpunkten zentrale Impulse für die Weiterentwicklung des Ökosystems.

Dafür steht der Startup Monitor

Transparenz schaffen 

Kernanliegen der Studie ist es, die Bedeutung von Startups und zentrale Entwicklungen herauszuarbeiten.

Probleme benennen

Neben den Chancen und Potenzialen werden dabei auch Herausforderungen identifiziert und klar benannt.

Etwas bewegen

Der DSM soll Veränderungen anstoßen und den Gründungsgeist in unserer Gesellschaft stärken.

Deutscher Startup Monitor 2026

Die Kernergebnisse im Überblick

Zehn Befunde aus der Befragung von Gründer*innen in Deutschland · Erhebung 2026

Kernergebnisse des Deutschen Startup Monitors 2026: Gründungsmotive, Hochschulen als Innovationstreiber, Geschäftsklima 33,2 Punkte, Fachkräftemangel bei 14,9 Prozent, 8,0 Milliarden Euro Wagniskapital, KI im Zentrum bei 53,3 Prozent, B2B-Umsatzanteil 76,5 Prozent, 39 Unicorns, 64,2 Prozent US-Anbieter im Tech-Stack, EU Inc. mit digitalem Gründungsprozess.

Gründer*innen wollen etwas bewegen

Deutschland erlebt aktuell einen Gründungsboom, noch nie wurden in einem Jahr mehr Startups gegründet. Bei den Gründungsmotiven dominiert die Chancenperspektive: 52,4 % der Gründer*innen wollen ihr eigener Chef sein und für 47,9 % ist die Lösung gesellschaftlicher oder ökologischer Probleme Antrieb.

Gründungsmotive, Top 5

Anteil „Ja“ in Prozent, Mehrfachnennungen möglich

Ich wollte mein eigener Chef sein52,4 %
Gesellschaftliches oder ökologisches Problem lösen47,9 %
Frühere Erfolge haben mir Selbstvertrauen gegeben38,2 %
In meinem Job habe ich ein Problem erkannt37,5 %
Erfolgreiche Gründer*innen haben mich inspiriert31,3 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

Hochschulen und Forschung sind zentrale Innovationstreiber

50,5 % der Gründer*innen haben Unterstützung von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen erhalten und fast 70 % sagen, dass diese für die Entwicklung des Startups wichtig war. Zentral sind dabei der Zugang zu Talenten und die Vernetzung zur Startup-Szene.

50,5 % haben Unterstützung von Hochschulen oder Forschungs­einrichtungen erhalten, für fast 70 % war sie wichtig

Positiver Einfluss der Hochschulen

Anteil „Sehr stark“ und „Stark“ in Prozent

Zugang zu Talenten38,6 %
Vernetzung zur Startup-Szene36,3 %
Stärkung der unternehmerischen Skills26,6 %
Zugang zu Geräten, Laboren, Technologie23,9 %
Zugang zu Kunden17,2 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

Wirtschaftlicher Ausblick hellt sich auf

Mit 33,2 Punkten liegt das Geschäftsklima nur leicht über dem Vorjahresniveau (31,7) und damit weiter deutlich unter den früheren Werten (2019: 52,7). Die Lage bleibt angespannt, der Ausblick hellt sich aber auf: 58,5 % der Gründer*innen erwarten eine günstigere Entwicklung. Im Vorjahr hatten 52,0 % Verbesserungen erwartet.

Erwartete Geschäftslage

Kommende sechs Monate, Anteile in Prozent

günstiger 58,5 % gleich 34,0 % ungünstiger 7,6 %

Geschäftsklima

Index in Punkten, 2019 bis 2026

20192020202120222023202420252026

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

Fachkräftemangel verliert an Relevanz

Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht und nur noch 14,9 % der Startups sehen die Suche nach passenden Mitarbeitenden als große Hürde. Vor zwei Jahren war es noch fast jedes Dritte. Gerade bei größeren Scaleups sinken damit Wachstumshürden, worauf auch Effizienzgewinne durch KI einen Einfluss haben.

Startups ab 50 Beschäftigten

Anteil „Groß“ und „Sehr groß“ in Prozent

202456,3 %
202618,3 %

Fachkräftemangel als großes Problem

Anteil „Groß“ und „Sehr groß“ an allen Startups, in Prozent

202430,0 %
202522,3 %
202614,9 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

DeepTech und DefenseTech treiben Investments

Bis Ende September 2026 ist mit 8,0 Mrd. € bereits mehr Wagniskapital in deutsche Startups geflossen als in den Vorjahren, hochgerechnet sind 12 Mrd. € möglich. Treiber dieser Entwicklung sind große Runden im Bereich DeepTech und Defense, während gleichzeitig die Zahl der Early-Stage-Runden stagniert.

Treiber in Deutschland

Investitionsvolumen in Mrd. €, 2025 zu 2026

2,9 → 6,4 DeepTech
1,1 → 3,0 Defense

Investments in deutsche Startups

In Mrd. €; 2026 bis Ende September, gestrichelt die Hochrechnung für das Gesamtjahr

20222023202420252026Prognose

Quelle: Eigene Analyse, Dealroom (Stand: Ende September 2026)

KI-Dynamik nimmt weiter zu

Für 53,3 % der Startups steht Künstliche Intelligenz inzwischen im Zentrum des Produkts. Nach 45,1 % im Vorjahr gewinnt die Entwicklung weiter an Tempo, besonders bei Neugründungen. Beim Kapital wird die Lücke jedoch größer: In den USA flossen 2026 bereits 307,6 Mrd. € in den KI-Sektor, in Europa nur 27,2 Mrd. €.

53,3 % der Startups haben KI im Zentrum des Produkts, nach 45,1 % im Vorjahr

KI-Investments im Vergleich

In Mrd. €, 2026; Balkenlänge relativ zu den USA

USA307,6
Europa27,2
davon Deutschland5,7

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026; Investitionszahlen: eigene Analyse, Dealroom

Kooperationen stagnieren trotz großer Zufriedenheit

Der B2B-Umsatzanteil steigt mit 76,5 % auf einen Rekordwert. Gleichzeitig stagnieren Kooperationen mit etablierten Unternehmen (54,1 %), obwohl ein Großteil den Mehrwert sieht und 74,2 % hier mit dem Return-on-Invest zufrieden sind.

Kooperationen mit etablierten Unternehmen

Anteil der Startups in Prozent, 2024 bis 2026

202420252026
76,5 % B2B-Umsatzanteil 2026, ein Rekordwert

Erfahrungen in der Zusammenarbeit

Anteil „Positiv“ und „Eher positiv“ in Prozent

Return on Invest74,2 %
vom Piloten zur langfristigen Partnerschaft67,5 %
Geschwindigkeit der Prozesse44,6 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

So viele Unicorns gab es noch nie

Durch mehr große Runden wächst auch die Zahl der Unicorn-Startups und Mitte September 2026 sind es bereits 39. Das ist ein neuer Rekord, Startups mit IPO-Ambition orientieren sich jedoch weiter klar in Richtung USA: 61,9 % würden dort an die Börse gehen, nur 27,0 % in Deutschland.

39

Unicorns Mitte September 2026, ein neuer Rekordwert

Bevorzugter Börsenplatz

Basis: Startups mit IPO-Ambition, Anteile in Prozent

USA61,9 %
Deutschland27,0 %
EU-Standorte, z. B. Paris, Amsterdam4,8 %
Großbritannien3,2 %
Asien, z. B. Singapur, Hongkong1,6 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026; Unicorn-Zahl: eigene Analyse, Dealroom (Stand: Mitte September 2026)

Mehr Souveränität braucht gute Lösungen

Fast zwei Drittel der Startups nutzen überwiegend US-Anbieter für Cloud, Software und KI (64,2 %). 59,0 % versuchen den Wechsel zu europäischen Anbietern, stoßen aber auf Hürden: 63,0 % nennen einen geringeren Funktionsumfang und 54,8 % das Fehlen einer europäischen Alternative.

Tech-Stack: Herkunft der Anbieter

Cloud, Software und KI, Anteile in Prozent

vollständig US 15,4 % mehrheitlich US 48,8 % gleich verteilt 16,3 % mehrheitlich EU 14,3 % vollständig EU 5,2 %

Hürden beim Wechsel, Top 5

Anteile in Prozent; 59,0 % versuchen gezielt den Wechsel zu europäischen Anbietern

geringerer Funktionsumfang63,0 %
schlechtere Performance56,3 %
keine europäische Alternative für unseren Use Case54,8 %
höhere Kosten europäischer Lösungen35,1 %
Benutzerfreundlichkeit28,3 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

EU Inc. erleichtert Skalierung

Bei der EU Inc. steht für 63,5 % der Gründer*innen ein vollständig digitaler Gründungsprozess an erster Stelle, gefolgt vom Entfallen der Notarpflicht (56,8 %). Daneben erhoffen sich Gründer*innen insbesondere die erleichterte Expansion in andere EU-Märkte (54,7 %).

63,5 % nennen den vollständig digitalen Gründungsprozess als wichtigsten Punkt

Wichtigste Aspekte der EU Inc., Top 5

Anteil „Ja“ in Prozent, Mehrfachnennungen möglich

vollständig digitaler Gründungsprozess63,5 %
Entfallen der zwingenden Notarpflicht56,8 %
erleichterte Expansion in andere EU-Märkte54,7 %
vereinfachte Finanzierung durch einheitlichere Prozesse51,7 %
besserer Zugang zu internationalen Investoren46,9 %

Quelle: Deutscher Startup Monitor 2026

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