WIN-Initiative: Startup-Verband begrüßt Veröffentlichung der Investitionszusagen - und fordert mehr Anstrengungen von der Bundesregierung
Berlin, 28.04.2026
Nach Informationen der KfW sind seit der im September 2024 gestarteten WIN-Initiative bisher 2,64 Mrd. Euro von den beteiligten Investoren in Venture Capital investiert bzw. zugesagt worden. „Als Startup-Verband begrüßen wir die Veröffentlichung. Sie schafft endlich die nötige Transparenz darüber, wo wir mit der WIN-Initiative aktuell stehen“, kommentiert Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes.
„Mit den Investitionszusagen im September 2024 haben die „WIN-Investoren“ in Aussicht gestellt bis 2030 12 Milliarden Euro in Venture Capital zu investieren. Jetzt zeigt sich, dass dieses Ziel bei Fortsetzung der Investitionstätigkeiten erreicht werden kann. Wir sind hier also „on track“. Das ist positiv,“ so Pausder weiter.
Dennoch sei der "WIN-Jahresbericht 2025" laut Pausder „ein Weckruf für die Bundesregierung“. Denn sie habe in dem Koalitionsvertrag angekündigt, die WIN-Investitionen bis 2030 auf 25 Mrd. Euro zu verdoppeln. „Davon sind wir Stand heute meilenweit entfernt. Wir brauchen jetzt dringend höchste Priorität und mehr Einsatz bei der Mobilisierung von privatem Kapital institutioneller Investoren für die Anlageklasse Venture Capital. Ohne eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im steuerlichen und regulatorischen Bereich wird die Bundesregierung ihre selbst gesetzten Ziele nicht erreichen. Sie muss jetzt liefern", fordert Verena Pausder.
Hintergrund:
Die Initiative Wachstums- und Innovationsfinanzierung [WIN] startete Mitte September 2024 anlässlich des Startup Summits Germany. Neben den Zusagen für Investitionen in Venture Capital durch die an der Initiative beteiligten institutionellen Investoren sah "WIN" einen umfassenden Maßnahmenkatalog vor. Dazu zählt u.a. der Leuchtturmwettbewerb "Startup-Factories" des BMWE, der Wachstumsfonds II oder Änderungen der Anlageverordnung. Gesetzgeberische Maßnahmen wurden im Wege des "Standortfördergesetzes" (StoFöG), das im Dezember 2025 vom Bundestag beschlossen wurde, adressiert. Der Startup-Verband hatte bereits Mitte April in seinem Zwischenfazit zu 1 Jahr Bundesregierung mehr Anstrengungen von der Bundesregierung zu WIN gefordert und auf die drohende Lücke zwischen Ankündigungen des Koalitionsvertrages und den tatsächlichen Investitionen in die Anlageklasse zu Venture Capital bis 2030 hingewiesen.