Statement des Startup-Verbands zum heutigen Vorschlag der EU-Kommission für die EU Inc.

Berlin, 18.03.2026

Pausder: Ein großer Schritt, um Gründen und Skalieren in Europa zu vereinfachen”  

„Heute ist ein guter Tag für das europäische Startup-Ökosystem. Denn der Entwurf der Kommission, ist ein großer Schritt, um Gründen und Skalieren in der EU spürbar zu vereinfachen und zu beschleunigen”, sagt Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands. 

Der Entwurf gehe an vielen Stellen weiter als von Vielen aus dem Ökosystem erwartet, so die Vorstandsvorsitzende. „Die „EU Inc.” kommt als Verordnung und gilt damit unmittelbar und einheitlich in allen 27 EU-Mitgliedstaaten. Sie ist offen für alle Unternehmen, erfordert kein Mindestkapital, ist vollständig digital und ermöglicht eine Gründung innerhalb 48 Stunden für weniger als 100 Euro. Dazu kommt ein EU-weites Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem Anteile erst bei Verkauf besteuert werden”, ergänzt Pausder. 

Dennoch gebe es in manchen Bereichen auch Verbesserungspotenzial: Die Ankündigung eines zentralen Handelsregisters gehe in die richtige Richtung. Aber ein solches Register dürfe kein „zweiter Schritt" sein, der irgendwann vielleicht kommt. „Das Register muss in diesem Gesetzgebungsverfahren verbindlich verankert werden.” 

„Wird der Entwurf so umgesetzt, ist das eine wirklich deutliche Verbesserung gegenüber dem Status quo. Und das verdient echte Anerkennung”, sagt Verena Pausder. Ob die EU Inc. am Ende die Delaware C-Corp ersetze und von Startups in der Breite angenommen werde, hänge maßgeblich davon ab, wie ambitioniert das Europäische Parlament und der Rat diesen Vorschlag aufnähmen. Und Pausder macht klar: „Eine Verwässerung darf es nicht geben! Im weiteren Verfahren wird sich zeigen, ob Europa ein Chancenkontinent ist oder sich mit seiner Fragmentierung selbst verzwergt.” 

„Europa hat die Chance, mit der EU Inc. eine Plattform zu schaffen, auf der wir gemeinsam mit allen Gründerinnen und Gründern unseres Kontinents weiter aufbauen können. Diese Chance müssen wir nutzen”, erklärt die Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes. 

Die Bundesregierung sei aufgefordert, das Vorhaben der Kommission nach Kräften zu unterstützen. Das schließe auch ein, sich von manchen liebgewonnenen Besitzständen zu lösen. „Die Zukunft gestalten wir nicht mit Regeln von gestern”, so Pausder.   

 

Hintergrund:  

Vor zwei Jahren hatte das europäische Startup-Ökosystem einen Vorschlag für die EU Inc. mit einer klaren Vision vorgelegt: einfach, schnell und vollständig digital in ganz Europa gründen und investieren, ohne sich durch 27 verschiedene Rechtssysteme kämpfen zu müssen. Mit dem Entwurf rückt dieses Ziel jetzt näher. Zuletzt hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine EU Inc. angekündigt und damit hohe Erwartungen geweckt.  

Der Startup-Verband hat diese Initiative von Beginn an aktiv unterstützt und mitgestaltet.  

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