Startup-Verband zieht knapp 1 Jahr nach Regierungsantritt eine erste Zwischenbilanz zur Startup-Politik der Bundesregierung
Berlin, 20.04.2026
Pausder: “Wir brauchen mehr Schlagkraft”
Berlin, 20.April 2026: Knapp 1 Jahr nach dem Regierungsantritt zieht der StartupVerband eine erste Zwischenbilanz zur Startup-Politik der Bundesregierung. Die Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes Verena Pausder sagt dazu: “Bisher fehlt der Bundesregierung noch eine eigene, konsistente Handschrift in puncto Startups und Scaleups. Wir brauchen trotz einzelner guter Ansätze und Maßnahmen mehr Schlagkraft, um den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen.”
“Mit dem Mitte April 2025 vorgestellten Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die die Bedeutung von Startups und Scaleups für die Zukunftsfähigkeit des deutschen Innovations- und Wirtschaftsstandortes grundsätzlich erkannt und ambitionierte Vorhaben in Aussicht gestellt,” konstatiert Verena Pausder. Das zeige sich unter anderem an der Aussage des Koalitionsvertrages, dass “Startups die hidden Champions und DAX-Konzerne von morgen” seien.
Trotz einzelner Lichtblicke, wie der im Sommer 2025 beschlossenen HighTechAgendaDeutschland (HTAD), der Fortführung des Leuchtturmwettbewerbs “Startup-Factories”, neuen Finanzierungsvehikeln im “Deutschlandfonds” (Scaleup direct & First of a kind (FOAK)-Investitionen) sowie dem Beginn des Fundraisings für den Wachstumsfonds II fehle es für Wachstumsunternehmen aber knapp 12 Monate nach dem Regierungsantritt noch immer an einem einheitlichen Gesamtkonzept der Bundesregierung.
“An die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Mitte Mai 2025 angekündigte “Startup- & Scaleup-Strategie" knüpfen wir hohe Erwartungen. Wir brauchen ein zukunftsgewandtes Narrativ. Erforderlich ist zudem eine echte “To-do-Liste" für die nächsten drei Jahre, ein konsequentes Abarbeiten sowie ein regelmäßiges Erfolgstracking,” fordert die Vorstandsvorsitzende.
“Hohe Priorität muss die bereits den Weg gebrachten WIN-Initiative haben. Andernfalls läuft die Bundesregierung Gefahr, das eigene Ziel, bis 2030 25 Milliarden Euro von institutionellen Investoren für die Anlagekasse Venture Capital zu mobilisieren, zu verfehlen,” mahnt Verena Pausder. Eine Zwischenbilanz könne nur eine Momentaufnahme sein. Für ein vollständiges Bild sei es noch zu früh. “Es mangelt nicht an einzelnen Lösungsvorschlägen, sondern an deren strategischer Bündelung und entschiedener Umsetzung. Genau darum muss es jetzt gehen. Als Startup-Verband werden wir auch die weiteren Überlegungen und Maßnahmen der Bundesregierung konstruktiv begleiten,” macht Verbandschefin Pausder klar. Zu dem Zwischenfazit “1 Jahr Bundesregierung | 05/2025 - 04/2026” des StartupVerbandes, das sieben zentrale Politik-Bereiche [Finanzierung, Staat als Ankerkunde, Bürokratieabbau, Europa, Wettbewerb, Talente sowie Transfer und Ausgründungen] beleuchtet, geht es hier.