Berliner Appell der Startup-Szene
Berlin, 21.10.2026
Im "Berliner Appell" warnen Persönlichkeiten aus dem Berliner Startup-Ökosystem eindringlich vor den Plänen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD Wohneigentum zu vergesellschaften. Die Pläne der Parteien stellen eine Gefahr für den Standort Berlin dar, so die Initiative der Berliner Landesgruppe des Startup-Verbands und BAD1 (“Berlin auf die 1”).
In den Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung in Berlin haben sich Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD auf Pläne zur Vergesellschaftung großer Wohnkonzerne geeinigt. Auf Initiative der Berliner Landesgruppe des Startup-Verbands und “Berlin auf die 1” (BAD1) schlagen Gründerinnen, Gründern, Investorinnen und Investoren gemeinsam Alarm. In ihrem “Berliner Appell” wenden sie sich gegen den geplanten Kurs in der Berliner Politik.
Ausreichend bezahlbarer Wohnraum sei für die Hauptstadt ein entscheidender Standortfaktor. Zwar fehlten Berlin bislang adäquate Maßnahmen, um dem rasanten Wachstum mit neuem Wohnraumangebot zu begegnen. Die geplanten Vergesellschaftungen von Wohneigentum seien jedoch “der falsche Weg”, der den gesamten Wirtschaftsstandort bedrohe, macht der Appell klar.
Unter den 50 Erstunterzeichnenden finden sich unter anderem folgende Personen:
- Jan-Frederik Arnold, CEO Flightright
- Filip Dames, Founding Partner Cherry Ventures
- Zoé Fabian-Frey, General Partner Noteus
- Carolin Gabor, Managing Partner Caesar
- Finn Hänsel, CEO Sanity Group
- Christian Miele, General Partner Headline.com
- Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende Startup-Verband
- Dr. Chris Rehse, Landessprecher Berlin, Startup-Verband
- Nikolas Samios, Managing Partner PT1
- Aiga Senfleben, Co-Founder Billie
- Julian Teicke, Founder & Executive Chairman, The Delta
- Danijel Višević, General Partner des World Funds
Investitionsklima weit über den Immobilienmarkt hinaus bedroht
Der Appell macht deutlich: Allein die Debatte über Vergesellschaftungen und die Missachtung von Eigentumsrechten schafft erhebliche Unsicherheit. Sie droht nationale wie internationale Investoren abzuschrecken, auf deren Wagniskapital das Berliner Ökosystem dringend angewiesen ist.
"Wir sind davon überzeugt, dass nur eine wirtschaftlich starke Stadt auch eine soziale Stadt sein kann. Die Vergesellschaftungspläne sägen jedoch an dem Ast wirtschaftlichen Wachstums, auf dem Berlin selbst sitzt", betont Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands.
"Startups und Scaleups sind in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber der Hauptstadt geworden und haben zehntausende hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Drohende Vergesellschaftungen schrecken Kapitalgeber ab und führen dazu, dass Gründerinnen, Gründer und Talente Berlin künftig meiden", sagt Dr. Chris Rehse, Sprecher der Landesgruppe Berlin des Startup-Verbands.
Die Unterzeichnenden des Berliner Appells fordern das Dreierbündnis daher auf, von den Vergesellschaftungsplänen Abstand zu nehmen. Dadurch würde die in dem Sondierungspapier angekündigte Stärkung des Berliner Startup-Standorts konterkariert. Statt Wohnraum zu vergesellschaften, sollten die Parteien auf nachhaltige Lösungen für mehr Wohnraumangebot sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation und Investitionen setzen.
Hier geht’s zum “Berliner Appell”: https://form.typeform.com/to/Ugr9xoOJ