31.08.2026

Members Spotlight 9: Coach Amp

von Mia Ansorge (Startup-Verband)

Im Rahmen des Members Spotlight stellen wir seit Februar regelmäßig Startups aus unserer Mitgliedschaft vor. Wir haben sie nach ein paar Hard Facts gefragt - dann ging es um den “Moment of Ignition”, den Startup-Alltag, persönlichen Antrieb, Strukturen aufbauen, Hiring… Lest selber, wir finden diesen Blick hinter die Kulissen super spannend. 

Steckbrief: Coach Amp

Wie heißt euer Startup? Coach Amp

Wer sind eure Gründer*innen? Daniel Meisen & Simon Bowen

Wann wurdet ihr gegründet? 2026

Beschreibt euer Startup in 3 Sätzen. Coach Amp ist eine KI-gestützte SaaS-Plattform für professionelle Executive- und Business-Coaches - "the future of deeply human coaching" -, die KI-Sitzungs-Briefings, visuelle Fortschritts-Assessments und Admin-Funktionen in einem Produkt bündelt und so die Wirkung des Coaches sichtbar und messbar macht. Anders als Coaching-Marktplätze nehmen wir keine Provision: Der Coach behält 100 % seines Umsatzes und die volle Klientenbeziehung, während virale LinkedIn-Share-Cards neue Anfragen bringen. Wir sind seit Mai 2026 im DACH-Raum (~4.500 adressierbare Coaches) im Soft Launch live und wollen von dort die führende KI-Plattform für hochwertiges Coaching in Europa und perspektivisch Nordamerika werden.

Inside Coach Amp

Was war euer "Moment of Ignition"?

Der Zündfunke kam aus dem Zusammentreffen zweier Welten: Ich komme aus der Softwareentwicklung und habe 15 Jahre lang eine Beratung mit zeitweise 150 Mitarbeitern geführt, mein Mitgründer Simon ist EMCC-zertifizierter Executive Coach. Beim einem Kaffee im Sommer 2025 wurde uns klar, dass selbst exzellente Coaches ihre Wirkung nicht sichtbar machen können. In über 50 Gesprächen mit professionellen Coaches bestätigte sich dieses Muster immer wieder. In diesem Moment war die Idee zu Coach Amp geboren: die Arbeit menschlicher Coaches mit KI sichtbar, messbar und skalierbar zu machen - ohne sie zu ersetzen.

Was bringt euch im Gründungsalltag zum Lachen – selbst in stressigen Phasen?

Die Ironie, dass wir ein Tool für Coaches bauen und in stressigen Momenten selbst dringend mehr Coaching gebrauchen könnten.

Was treibt euch (ganz persönlich) an?

Nach 15 Jahren, in denen ich eine Beratung mit bis zu 150 Mitarbeitern geführt habe, treibt mich, wieder selbst zu auf der grünen Wiese zu bauen - mit eigenen Händen ein Produkt zu schaffen, das Menschen wirklich nutzen. Dass ein kleines Team heute mit KI etwas auf die Beine stellt, wofür man früher ganze Teams brauchte, fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.

Wie habt ihr euch am Anfang eine Struktur geschaffen? Könnt ihr was empfehlen?

Struktur war für uns von Anfang an wichtiger als Perfektion. Wir haben zuerst die Rollen und Verantwortlichkeiten schriftlich festgehalten - in einem Founder-Agreement, damit klar ist, wer was entscheidet. Bei uns: Produkt, Technik und Fundraising auf der einen, Coaching-Expertise und fachliches Sparring auf der anderen Seite. Darauf haben wir einen festen Wochenrhythmus aufgesetzt: ein wöchentlicher Check-in/Check-Out und ein schriftliches Wochenupdate, das immer derselben Gliederung folgt (Finanzen, Marketing, Kennzahlen, Produkt, Organisation, Ziele, „Call for Help"). Die Produktentwicklung läuft in Zwei-Wochen-Sprints, und wir arbeiten bewusst mit einem schlanken, integrierten Tool-Stack statt vieler Insellösungen.

Für welche Rollen habt ihr zuerst gehired und warum? War das rückblickend sinnvoll?

Aktuell noch keine Hires: vermutlich Social Media.

Und warum seid ihr Mitglied im Startup-Verband?

Als junges, KI-native Startup aus Berlin glauben wir an die Kraft eines starken, vernetzten Ökosystems - gemeinsam kommt man weiter als allein. Wir wollen den Austausch mit erfahrenen Gründer:innen und Investor:innen nutzen, von den Events, Netzwerken und Förderzugängen des Verbands profitieren und selbst etwas zurückgeben. Gerade als KI-Unternehmen ist uns wichtig, dass die Startup-Szene eine starke Stimme in politischen und regulatorischen Fragen hat - etwa rund um KI, den EU AI Act und Datenschutz -, denn dort werden die Rahmenbedingungen von morgen entschieden.

Wo melden sich potenzielle Kund*innen oder Partner*innen am besten, falls Fragen bestehen?

coachamp.com

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