09.10.2026
Members Spotlight 11: medichip
von Mia Ansorge (Startup-Verband)
Im Rahmen des Members Spotlight stellen wir seit Februar regelmäßig Startups aus unserer Mitgliedschaft vor. Wir haben sie nach ein paar Hard Facts gefragt - dann ging es um den “Moment of Ignition”, den Startup-Alltag, persönlichen Antrieb, Strukturen aufbauen, Hiring… Lest selber, wir finden diesen Blick hinter die Kulissen super spannend.
Steckbrief: medichip
Wie heißt euer Startup? medichip
Wer sind eure Gründer*innen? Julia Schlecker
Wann wurdet ihr gegründet? 2025
Beschreibt euer Startup in 3 Sätzen. medichip macht wichtige persönliche Notfall- und Gesundheitsdaten genau dann verfügbar, wenn sie gebraucht werden - schnell, sicher und mit dem Smartphone abrufbar. Über den QR Code auf unseren smarten Schlüsselanhängern, Karten und Stickern können bspw. Diagnosen, Medikamente, Allergien, Notfallkontakte und wichtige Dokumente hinterlegt werden - ohne App und Abo, mit besonderem Fokus auf Datenschutz und Datensicherheit; unsere Entwicklungsarbeit wird im Rahmen der Forschungszulage des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Unsere Vision ist es, medichip als sicheren digitalen, niedrigschwelligen Begleiter für Notfälle zu etablieren - einfach in der Anwendung, international einsetzbar und für Menschen jeden Alters.
Inside medichip
Was war euer "Moment of Ignition"?
Mein Vater ist herzkrank. Ich selbst habe eine Penicillinunverträglichkeit. Andere nehmen täglich mehrere Medikamente – und kaum jemand kennt Namen, Dosierungen und Einnahmezeiten auswendig. Und dann kam diese eine Frage: Was passiert eigentlich, wenn etwas passiert? Wer weiß von der Allergie? Wer kennt die Vorerkrankungen und Medikamente? Wer weiß, wen er im Notfall anrufen soll? Was ist mit einem Kind, das allein unterwegs ist, einem älteren Menschen, der selbst keine Auskunft geben kann – oder mit uns irgendwo auf Reisen? Die Informationen existieren. Natürlich. Aber im entscheidenden Moment sind sie oft genau dort, wo sie nichts bringen: irgendwo. Auf einem Zettel. In einer Schublade. Im Handy. Im Kopf eines anderen. Und da war unser Moment of Ignition: Das kann im digitalen Zeitalter nicht die Lösung sein. Aus dieser simplen Erkenntnis entstand medichip. medichip ersetzt die ePA nicht, sondern ergänzt sie – mit schnellem, unkompliziertem Zugriff auf die wichtigsten Informationen im Notfall.
Was bringt euch im Gründungsalltag zum Lachen – selbst in stressigen Phasen?
Mein abendlicher Gang zur Post. Wenn ich unsere medichip einwerfe, muss ich eigentlich immer lächeln - egal, wie chaotisch der Tag vorher war. Jedes Päckchen bedeutet: Unsere Idee ist bei einem weiteren Menschen angekommen. Und das macht mich happy und stolz.
Was treibt euch (ganz persönlich) an?
Etwas zu schaffen, das wirklich Sinn macht und Menschen im entscheidenden Moment helfen kann. Und natürlich die Vision, dass ein medichip Produkt so selbstverständlich mitgenommen und getragen wird wie Schlüssel, Portmonee und Handy.
Wie habt ihr euch am Anfang eine Struktur geschaffen? Könnt ihr was empfehlen?
Ich bin ein ganz großer Fan von handschriftlichen Listen, Mindmaps und To Do Listen, die ich abhaken kann.
Für welche Rollen habt ihr zuerst gehired und warum? War das rückblickend sinnvoll?
Das war eine Performance Marketing Agentur, die unsere Social Media Kampagnen kreiert und betreut. Ein gutes Produkt reicht nicht, ich muss auch meine Zielgruppen erreichen, testen und verstehen, welche Ansprache funktioniert.
Und warum seid ihr Mitglied im Startup-Verband?
Gründen lebt vom Austausch. Hier treffe ich auf Menschen, die ähnliche Herausforderungen kennen, Erfahrungen teilen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Es ist für mich die perfekte Mischung aus Netzwerk, neuen Impulsen und einer starken Stimme für Startups!
Wo melden sich potenzielle Kund*innen oder Partner*innen am besten, falls Fragen bestehen?
Gerne per Mail an julia.schlecker@medichip.help oder telefonisch unter +49 179 4507478. Ich freue mich!
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