24.09.2026

Members Spotlight 10: Studki

von Mia Ansorge (Startup-Verband)

Im Rahmen des Members Spotlight stellen wir seit Februar regelmäßig Startups aus unserer Mitgliedschaft vor. Wir haben sie nach ein paar Hard Facts gefragt - dann ging es um den “Moment of Ignition”, den Startup-Alltag, persönlichen Antrieb, Strukturen aufbauen, Hiring… Lest selber, wir finden diesen Blick hinter die Kulissen super spannend. 

Steckbrief: Studki

Wie heißt euer Startup? Studki

Wer sind eure Gründer*innen? Sky Böhme

Wann wurdet ihr gegründet? 2026

Beschreibt euer Startup in 3 Sätzen. Studki entwickelt eine sichere KI-Lernplattform für Schüler, Eltern und Schulen, die Kinder nicht mit fertigen Lösungen abspeist, sondern sie Schritt für Schritt zum eigenen Verständnis führt. Unsere Plattform verbindet pädagogisch gesteuerte KI, lehrplanorientierte Inhalte und transparente Lernanalysen, damit Schüler selbstständiger lernen und Lehrkräfte sowie Eltern gezielt unterstützen können. Unser Ziel ist es, Studki als vertrauenswürdige Bildungs-KI aus Deutschland zu etablieren und moderne Lernunterstützung flächendeckend in Familien und Schulen zugänglich zu machen.

Inside Studki

Was war euer "Moment of Ignition"?

Unser „Moment of Ignition“ entstand während meines Abiturs: In einer persönlich sehr herausfordernden Zeit habe ich begonnen, mir eine eigene KI so zu konfigurieren, dass sie mir nicht einfach Lösungen gibt, sondern mir Inhalte Schritt für Schritt erklärt und mich wirklich beim Verstehen unterstützt. Dabei wurde mir klar, welches enorme Potenzial KI für Bildung hat, aber auch, wie groß das Risiko ist, wenn Schüler sie nur zum Abschreiben oder Abkürzen nutzen. Aus dieser Erfahrung entstand Studki: eine Lernplattform, die KI nicht als Ersatz für eigenes Denken versteht, sondern als pädagogisch geführten Lernbegleiter, der Kindern hilft, sicherer, selbstständiger und mit echtem Verständnis zu lernen.

Was bringt euch im Gründungsalltag zum Lachen – selbst in stressigen Phasen?

Im Gründungsalltag bringt uns vor allem zum Lachen, wie oft große Visionen und ganz praktische Realität direkt aufeinandertreffen: morgens sprechen wir über Bildungsinnovation, Skalierung und KI-Sicherheit und kurz danach diskutieren wir, warum ein Button nicht klickbar ist oder ein Demo-Zugang genau im wichtigsten Moment spinnt. Gerade diese Mischung aus Ernsthaftigkeit, Improvisation und kleinen technischen Dramen macht Studki für uns so lebendig. Am Ende hilft Humor sehr dabei, auch stressige Phasen mit Energie, Teamgeist und einem klaren Blick nach vorne zu meistern.

Was treibt euch (ganz persönlich) an?

Uns treibt persönlich die Überzeugung an, dass Bildung darüber entscheidet, welche Chancen ein Kind später wirklich hat. Wir haben selbst erlebt, wie stark gute Unterstützung, verständliche Erklärungen und der richtige Lernweg den Unterschied machen können und wie schnell Kinder den Anschluss verlieren, wenn diese Unterstützung fehlt. Mit Studki wollen wir zeigen, dass KI nicht dazu da ist, Denken zu ersetzen, sondern Kindern dabei helfen kann, Selbstvertrauen aufzubauen, Dinge wirklich zu verstehen und ihr eigenes Potenzial zu entfalten.

Wie habt ihr euch am Anfang eine Struktur geschaffen? Könnt ihr was empfehlen?

Am Anfang haben wir uns sehr pragmatisch Struktur geschaffen: mit Excel. Ich bin ehrlich gesagt ein ziemlicher Excel-Nerd, deshalb haben wir mehrere große Organisations-Excel-Dateien aufgebaut, in denen wir Themen wie Produktentwicklung, Vertrieb, Datenschutz, Kontakte, Aufgaben, Finanzen und nächste Schritte sauber strukturiert haben. Mit der Zeit haben wir diese Dateien immer weiter automatisiert, sodass aus einfachen Tabellen echte Steuerungsinstrumente wurden: mit Prioritäten, Status, Zuständigkeiten, Fristen und Auswertungen. Das hat uns geholfen, trotz vieler paralleler Baustellen den Überblick zu behalten und Entscheidungen nicht nur aus dem Bauch heraus zu treffen. Unsere Empfehlung: Nicht direkt mit zu vielen Tools starten, sondern erst verstehen, welche Struktur man wirklich braucht. Ob Excel, Notion oder ein Projektmanagement-Tool, entscheidend ist, dass Aufgaben sichtbar werden, Verantwortlichkeiten klar sind und man regelmäßig überprüft, was wirklich Priorität hat.

Für welche Rollen habt ihr zuerst gehired und warum? War das rückblickend sinnvoll?

Am Anfang haben wir nicht klassisch „gehired“, sondern sehr gezielt unser Kernteam und externe Unterstützung um die Bereiche herum aufgebaut, die für Studki am kritischsten waren: Produktentwicklung, Pädagogik, Datenschutz und Kommunikation. Der wichtigste erste Schritt war für uns, technische Umsetzung und pädagogische Lernlogik eng miteinander zu verbinden, weil eine KI-Lernplattform im Bildungsbereich nicht nur funktionieren, sondern auch didaktisch sinnvoll, sicher und vertrauenswürdig sein muss. Ergänzend haben wir früh Unterstützung für Design, Content und rechtlich-organisatorische Themen eingebunden, weil gerade Schulen und Eltern sehr schnell merken, ob ein Produkt professionell und seriös aufgebaut ist. Rückblickend war das sinnvoll, weil wir dadurch nicht nur ein technisches Produkt entwickelt haben, sondern von Anfang an Vertrauen, Lernqualität und Skalierbarkeit mitgedacht haben. Heute würden wir sogar sagen: Im Bildungsbereich sollte man nicht zuerst nach „mehr Leuten“ suchen, sondern nach den richtigen Kompetenzen an den entscheidenden Stellen.

Und warum seid ihr Mitglied im Startup-Verband?

Wir sind Mitglied im Startup-Verband, weil wir Studki nicht isoliert aufbauen wollen, sondern als Teil eines starken Startup-Ökosystems in Deutschland. Gerade im Bildungsbereich braucht es Austausch, Sichtbarkeit und politische Rahmenbedingungen, damit Innovation nicht nur in einzelnen Pilotprojekten hängen bleibt, sondern wirklich bei Schulen, Familien und Kindern ankommt. Für uns ist der Startup-Verband deshalb ein wichtiger Partner, um uns zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam dafür einzustehen, dass junge Unternehmen mit gesellschaftlichem Mehrwert in Deutschland bessere Chancen bekommen.

Wo melden sich potenzielle Kund*innen oder Partner*innen am besten, falls Fragen bestehen?

Potenzielle Kund*innen und Partner*innen erreichen uns am besten über unsere Webseite, per E-Mail oder direkt per WhatsApp. Wir haben bewusst einen persönlichen Customer- und Business-Support aufgebaut, der an sechs Tagen pro Woche zur Verfügung steht, damit Fragen von Eltern, Schulen, Lehrkräften oder Partnern schnell, verständlich und verbindlich beantwortet werden. Unser Anspruch ist, nicht nur eine gute KI-Lernplattform bereitzustellen, sondern auch im Austausch zuverlässig erreichbar zu sein, gerade weil Vertrauen im Bildungsbereich entscheidend ist.

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