10.02.2026
Members Spotlight 1: Procure Ai
von Mia Ansorge (Startup-Verband)
Im Rahmen des Members Spotlight stellen wir ab sofort regelmäßig Startups aus unserer Mitgliedschaft vor. Wir haben sie nach einen paar Hard Facts gefragt - dann ging es um den “Moment of Ignition”, den Startup-Alltag, persönlichen Antrieb, Strukturen aufbauen, Hiring… Lest selber, wir finden diesen Blick hinter die Kulissen super spannend.
Steckbrief: Procure Ai
Wie heißt euer Startup? Procure Ai
Wer sind eure Gründer*innen? Konstantin von Büren und Yves Bauer
Wann wurdet ihr gegründet? 2020
Beschreibt euer Startup in 3 Sätzen. Procure Ai ist eine AI-native Procurement Automation Platform, die Unternehmen hilft, Beschaffungsprozesse zu automatisieren, Komplexität zu reduzieren und strategische Freiräume zu schaffen. Durch den Einsatz von Generativer KI, intelligenten Agenten und autonomen Workflows realisieren wir Use Cases wie Tailspend-Automatisierung, Guided Buying oder KI-gestützte Verhandlungen – alles auf einer integrierten Plattform. Unsere Vision ist es, Procurement neu zu denken: als datengestützte, automatisierte und unternehmensweit vernetzte Steuerungsfunktion der Zukunft.
Inside Procure Ai
Was war euer "Moment of Ignition"?
Unser „Moment of Ignition“ begann 2015 am MIT in Boston. Wir haben uns regelmäßig beim Kaffee im Entrepreneurship Center über Ideen im B2B-Softwarebereich ausgetauscht. Nach Stationen bei SAP, McKinsey und Via sowie vielen Gesprächen mit Einkaufsorganisationen wurde uns klar: Procurement kämpft mit verstreuten Daten, langsamer UX und fehlender Automatisierung. Die Idee für Procure Ai war geboren – eine intelligente, KI-gestützte Plattform, die Einkaufsteams fundierte Entscheidungen in Echtzeit ermöglicht und operative Komplexität radikal reduziert.
Was bringt euch im Gründungsalltag zum Lachen – selbst in stressigen Phasen?
Ganz klar: Unsere Running Gags aus unserer Anfangszeit am MIT. Beim ersten Treffen dachte sich Konstantin: „Yves Bauer – das ist entweder ein Franzose mit sehr deutschem Nachnamen oder ein Deutscher mit sehr französischem Vornamen.“ Außerdem schmunzeln wir regelmäßig über kuriose Excel-Workflows, die wir in großen Unternehmen entdecken – und nehmen genau das als Antrieb, mit Procure Ai eine intelligentere Alternative zu schaffen.
Was treibt euch (ganz persönlich) an?
Wir glauben daran, dass Technologie nicht nur Prozesse effizienter machen sollte, sondern vor allem Menschen im Arbeitsalltag spürbar entlastet. Unsere gemeinsame Leidenschaft gilt intelligenter, gut designter B2B-Software – und der Herausforderung, festgefahrene Strukturen im Procurement neu zu denken. Unser Anspruch: Lösungen zu entwickeln, die nicht nur innovativ sind, sondern einen echten Unterschied machen – für Einkaufsabteilungen, Unternehmen und die Zukunft der Beschaffung.
Wie habt ihr euch am Anfang eine Struktur geschaffen? Könnt ihr was empfehlen?
Wir haben stark von unserer Erfahrung im Unternehmensumfeld profitiert: mit klaren Zielbildern, wöchentlichen OKRs und iterativen Produktzyklen – aber auch mit der nötigen Flexibilität, die ein Startup braucht. Unsere Empfehlung: Früh eine klare Rollenverteilung schaffen, regelmäßige Sparrings einbauen und gezielt externe Perspektiven suchen – sei es von potenziellen Kunden, Investoren oder erfahrenen Kolleg:innen.
Für welche Rollen habt ihr zuerst gehired und warum? War das rückblickend sinnvoll?
Unsere ersten Hires waren im Engineering und Product, um möglichst schnell ein funktionierendes MVP auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig haben wir früh ein Customer Success-Profil aufgebaut, um eng mit Pilotkunden wie EnBW zusammenzuarbeiten und Feedback direkt ins Produkt zurückzuspielen. Das war enorm hilfreich: Es hat uns ein stabiles technisches Fundament gegeben und uns gleichzeitig nah an den echten Use Cases gehalten – beides entscheidend für ein Enterprise-Produkt wie unseres.
Und warum seid ihr Mitglied im Startup-Verband?
Als Enterprise-Startup brauchen wir Sichtbarkeit, gute Vernetzung und faire Rahmenbedingungen. Themen wie digitale Beschaffung, Datenzugang und innovationsfreundliche Prozesse treiben uns an – und genau dafür ist der Verband eine starke Plattform.
Wo melden sich potenzielle Kund*innen oder Partner*innen am besten, falls Fragen bestehen?
Bei Fragen steht unser CRO Francesco Peroni gerne zur Verfügung: francesco.peroni@procure.ai
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