Newsletter des Startup-Verbands am Donnerstag, den 08.01.2026
Deutschlandfonds: Neues Wachstumskapital für Startups und Scaleups
Kurz vor Weihnachten haben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den Deutschlandfonds vorgestellt. Der Fonds bündelt Investitionsinstrumente in drei Bereichen: Industrie und Mittelstand, Energie sowie Startups und Scaleups. Im Startup-Bereich werden die bisherigen Instrumente des Zukunftsfonds zusammengeführt und um zwei neue Programme ergänzt.
Was ist neu?
Scaleup-Direct
Die KfW Capital investiert damit bis zu 50 Millionen Euro gemeinsam mit Venture Capital-Fonds in deutsche Startups und Scaleups. Insgesamt stehen dafür bis 2030 eine Milliarde Euro öffentliche Mittel bereit. Das erste Investment ist bereits Ende 2025 geflossen.
FOAK-Instrument (First of a Kind)
Hier stellt der Bund bis zu 300 Millionen Euro für neu aufzusetzende privatwirtschaftliche Fonds zur Verfügung. Die Fondsmanager hebeln diese Bundesmittel durch Fundraising bei privaten Investoren und erhöhen so das verfügbare Kapital. Erste Mittel sollen noch im ersten Halbjahr 2026 als Fremdkapital fließen.
Was wir dazu sagen
Als Startup-Verband fordern wir schon lange Verbesserungen der Finanzierungssituation, und haben uns insbesondere für FOAK-spezifische Finanzierungsinstrumente eingesetzt– gerade im DeepTech-Bereich ist der Bedarf groß. „DeepTech braucht andere Instrumente als allein klassisches Venture Capital allein“, sagt unsere Vorsitzende Verena Pausder.
Wir begrüßen den Deutschlandfonds als wichtiges Signal. Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich: Deutschland hat noch Luft nach oben. Während in den USA 2024 pro Kopf rund 510 Euro in Startups investiert wurden, waren es in Deutschland nur 90 Euro. „Der Deutschlandfonds mit seinem Fokus auf die Wachstumsphase ist ein richtiger Schritt. Angesichts der milliardengroßen Finanzierungslücke brauchen wir von der Bundesregierung aber weitere Anstrengungen“, so Verena.
Entscheidend wird sein, den Deutschlandfonds konsequent zu ergänzen – etwa durch die stärkere Mobilisierung institutioneller Investoren über die WIN-Initiative und bessere Rahmenbedingungen für Wagniskapital-Investitionen.
Über die nähere Ausgestaltung des FOAK-Instruments informieren wir umfassend, sobald Näheres bekannt ist.
👉 Hier geht’s zu unserer Pressemitteilung vom 18. Dezember 2025